Dr. Arijana Neumann

Wahlkreisbüro

Fischerfeldstraße 7-11

60311 Frankfurt am Main
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Persönlich verbindet mich viel mit den Frankfurter Stadtteilen Bornheim, Nordend und Ostend: Ich bin 1980 im Nordend geboren und dort aufgewachsen. Die Wohnung meiner alleinerziehenden Mutter hatte einfach verglaste Fenster, einen Ölofen und ein Frankfurter Bad. Einen Garten hatten wir nicht – es gab ja den Günthersburgpark. Als Kind war ich viel im Zoo im Ostend unterwegs, weil meine Mutter und meine Großmutter dort als Bedienungen im Zoo-Gesellschaftshaus gearbeitet haben. In Bornheim konnte ich selbst im Jugendhaus in der Orthenberger Straße erleben, wie toll und wichtig freie Kinder- und Jugendarbeit ist.

 

Ich komme aus keiner politischen Familie. Es war niemand in einer Partei oder einem Verein aktiv – gesellschaftliches Engagement wurde mir nicht in die Wiege gelegt. Umso entscheidender für meine Politisierung waren die französischen Atomteste in Murorroa Mitte der 1990er Jahre. Ich war entsetzt, weil mir zum ersten Mal bewusst wurde, welche Macht politische Entscheidungen über Menschen haben.

 

Als Schülerin habe ich Kürzungen im Bildungsbereich miterlebt. Wir haben uns zusammengetan, haben Schulstreiks und Demonstrationen organisiert. Als ich fast mit der Schule fertig war, hatte ich das gleiche Gefühl wie viele junge Menschen heute, die nur Merkel als Kanzlerin kennen. Seit ich denken konnte, gab es nur diesen einen Kanzler – damals war das Helmut Kohl. Diese triste Kohl-Ära musste ein Ende haben. Deshalb habe ich im Bundestagwahlkampf 1998 angefangen, mich in der SPD zu engagieren.

 

Seit 20 Jahren habe ich keinen Wahlkampf ausgelassen, weil es mir wichtig ist für eine starke Sozialdemokratie zu kämpfen. Von der Frühverteilaktion, über Infostände bis hin zu den Hausbesuchen gehe ich gerne auf Menschen zu und diskutiere mit ihnen über Politik.

 

Mit Beginn meines Studiums und während meiner Arbeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin war ich in der Hochschulpolitik engagiert. Als AStA Sozialreferentin habe ich beispielsweise Studierende in schwierigen Lebenssituationen beraten und konnte sie dabei unterstützen, ihr Studium fortzusetzen. Als AStA-Vorsitzende habe ich gegen die Einführung der Langzeitstudiengebühren gekämpft und war bei vielen Demonstrationen dabei.  Am Ende ist es uns mit einer politischen Mehrheit gelungen, Studiengebühren in Hessen wieder abzuschaffen. Ausgehend von Hessen sind die anderen Bundesländer nachgezogen.

 

Ich war lange in der Hochschulpolitik engagiert, habe an der Universität Kassel als Politwissenschaftlerin über Landespolitik geforscht, war in der Lehrerausbildung tätig und habe in Brandenburg im Arbeitsministerium für eine Landesregierung gearbeitet. Diese verschiedenen Perspektiven haben mir sowohl Augenmaß als auch Leidenschaft für die Landespolitik mit auf den Weg gegeben.

 

Seit sechs Jahren bin ich als Referentin für Oberbürgermeister Peter Feldmann, der im März 2018 mit 70,8 Prozent wiedergewählt wurde, tätig. In seinem Team bin ich für die Themen Bildung, Soziales, Kontakte zu Gewerkschaften und Ehrenamt zuständig. Durch diese Arbeit habe ich gelernt, klare inhaltliche Positionen mit Nähe zu den Menschen zu verbinden, beispielsweise bei Hausbesuchen, Schulbesuchen, Stadtteilfesten und beim Fasching.

 

Auch heute lebe ich gemeinsam mit meinem Partner und unseren zwei Kindern (5 und 2 Jahre) im Nordend. Wir sind viel unterwegs: Im Park, auf Spielplätzen, auf der Berger Straße, im Theater Willy Praml, und wir treiben alle bei der TG Bornheim Sport. Meine Verankerung und Vernetzung in den Stadtteilen ist für mich Grundlage der politischen Arbeit. Nur wenn ich die Interessen der Menschen persönlich kenne, kann ich sie engagiert in der Landespolitik vertreten.

 

Seit der Geburt meiner Kinder bin ich ehrenamtlich bei dem Jugendverband „Die Falken“ aktiv (beispielsweise als Helferin beim Zeltlager) und engagiere mich im Vorstand des Beschäftigungsträgers „Faprik“. Die Faprik bietet jungen Frauen eine Perspektive, die keine Ausbildung finden oder einen Schulabschluss nachholen wollen.